Freitag, 8. Februar 2019

14. Januar bis 07. Februar

Ein neues Lebenszeichen aus Tasmanien

07.02.
Es regnet bis Mittag weiter, teilweise sehr stark. Als wir auf den Showground Campingplatz in Hobart eintreffen kommt die Sonne heraus und wir bleiben am Platz, um das gute Wetter zu genießen. Bummel im Viertel. Abends besucht uns ein Paar aus Hervey Bay. Er ist mit 7 Jahren mit seinen Eltern aus Deutschland ausgewandert und sie hat noch ihren holländischen Pass, lebt aber schon länger in Australien. Geheiratet haben sie in Hervey Bay am Strand und er hat sich eigens dafür einen perfekt erhaltenen Adenauer - Mercedes gekauft. Einer von 3 in Aussie mit Rechtslenker.

06.02.
Wir fahren an die Nordostspitze der Halbinsel, wo es Aussichtspunkte, Höhlen und ein Blowhole gibt. Und einen trockenen Wasserfall, den man nur an den schwarzen Spuren am Fels nachvollziehen kann. Nach einem kleinen Fish & Chips Lunch versuchen wir online, ein Camp an der Küste zu bekommen - leider ausgebucht. Dann fahren wir Richtung Hobart und nehmen einen günstigen Platz an der Strecke mit kleinem See. Abends setzt der Regen ein.

Die Wellen schießen 100m durch eine Höhle in ein Blowhole 





05.02.
Unser erstes Sightseeing ist das ehemalige Straflager Port Arthur. Die Sträflinge arbeiteten in sehr vielen Berufen, z.B. als Schuhmacher, in einer Getreidemühle und auch in einer Werft. Die Spezialität hier waren Walfängerboote. Kleine Cruise zu einer kleinen Todesinsel (Friedhof für 1.100 Menschen). Weiter zu einer kleinen Höhle, durch die bei Flut Wasser durchschießt bis zu einer Aussichtsplattform. Das Loch, durch das man die Brandung sieht hat die Form von Tasmanien. Wat es nich alles jibt. Wir campen im Nordwesten der Halbinsel in einem State Forest für 13 $ in einem weitläufigen Gelände mit großen Bäumen und Aussicht aufs Meer.

 Die Flügel hat ein Scherzkeks an den meisten Schildern aufgesprayt
 Port Arthur
 überschaubare Zellengröße


 Selbsttest mit Ketten im Originalgewicht
 Tassie am Ende der Höhle
Schöne Basaltsäulen, unschönes Wetter


04.02.
Zuerst nach Derwent Bridge mit einem gut getesteten Kaffeehaus mit dem schlechtesten Cappuccino unserer Reise. Aber das Essen war gut. Dann zum Lake St Clair, wo der ca 80 km lange Höhenwanderweg vom Cradle Mountain endet. Wir machen einen kleinen Walk am See entlang und sehen einige glückliche Wanderer, die hier ihre Zielfotos machen. Abstecher zu The Wall, wo ein Künstler seit einigen Jahren an einer Halbreliefwand aus Huonkieferplatten arbeitet. Wir fahren an Hobart vorbei im Südosten Richtung der Forester und Tasman Halbinseln. Wir sehen die älteste noch befahrbare Verkehrsbrücke Australiens in Richmond. Übernachtung für 7.50 $ auf einem einfachen Campground in Sorell.








Die Brücke von Richmond

03.02
Wir machen die Cruise mit einem großen Katamaran. Erst die Bucht hinaus aufs Meer und Landgang mit Guide auf Sally Island, einer ehemaligen Sträflingsinsel. Danach den Fluss hinauf und noch ein Landgang mit Führung zum Thema Weltnaturerbe und kalter Regenwald. Die Spezialität hier ist die Huon Pine, ein Baum mit sehr feinen Jahresringen, der nach 500 Jahren mit 50 cm Durchmesser erst im jugendlichen Alter ist. Die ältesten sind mehrere Tausend Jahre alt. Genetisch sind sie auf den antarktischen Kontinente zurückzuführen. Der Baum ist gegen den Schiffswurm resistent und wurde früher u.a. für den Schiffsbau in der Werft der Sträflingsinsel genutzt. Inzwischen sind die Restbestände natürlich geschützt. Nur noch in den Fluss gestürzte Baume dürfen durch Lizenzinhaber für künstlerische Arbeiten geborgen werden. Leider ist der NP dieses Jahr durch Buschfeuer gefährdet. Nachmittags fahren wir weiter durch ein Bergbaugebiet (Kupfer und Eisen) und besuchen den Aussichtspunkt Iron Blow Lookout. Danach Freecamp auf einer kleinen Lichtung mit Aussicht auf den Lake Bunbury mit 2 anderen Campern.



 Fischfarmen für Seelachs und Forellen
 Sarah Island
 Die Huon Pine Balken vom Slip der Werft sind noch erhalten, aber schwer zu sehen






Petra am Iron Blow Lookout

02.02.
Früh vor der Weiterfahrt ein Pickup, sonst haben wir die Piste für uns allein. Weiterfahrt nach Corinna. Dort festgestellt, dass die Fähre wegen der Buschfeuer nicht übersetzt. Udo ist verärgert. Wir müssen einen Umweg von 150 km nach Strahan machen. Wir checken die Schiffe für die Rivercruise am nächsten Tag und nehmen uns einen Campingplatz ;)) So richtig mit Klo und Dusche, sowas gibt es hier nämlich auch.

 Die Fähre, die uns nicht übersetzte
 Scherzkekse, die Aussies
 Buschwalk, wenig Wildlife
Hinterlassenschaft eines Bergwerks

01.02.
Fahrt zum schönen Harbour Beach. Ein traumhafter Karibikstrand und der schönste Freecampingplatz unserer Reise. Wir fahren aber weiter nach Stanley zum „Nut“-Felsen, dann Richtung Süden auf der Western Explorer Road. Der Weg führt aus dem Wald hinaus ins Hochland. Relativ gut gepflegte Piste mit mäßigem Wellblech. Übernachtung abseits vom Weg mit wunderschöner Aussicht. Am späten Nachmittag kommen 2 Motorradfahrer vorbei und sonst nichts.



 Buschfeuer


unser einsames Camp

31.01.
Fahrt an die Nordküste nach Burnie. Wir gehen in die Info und bekommen eine Camping Permit für das Freecamp am Strand. Petra macht im Makers Workshop Papierschöpfen (Papier aus Känguru- bzw. Wombat Scheiße sind die Spezialitäten des Hauses). Abends nochmals Pinguinbeobachtung umsonst und draußen, gegen eine kleine Spende. Wir sehen nur zwei Erwachsene und ein paar Junge, die schon ihre Daunen abgeworfen haben. Die Saison ist schon fast am Ende.



 wieder mal kein Platypus

Wieder mal ein kleiner Blauer, jetzt am Saisonende schon mit den richtigen Federn

30.01.
Fahrt in den Cradle Mountain NP. Am Infocenter bekommt man ein kostenloses Busticket für die Fahrt in den Park. Wir machen einen 2,5 Stunden Walk zum Crater Lake, über den Wombat Pool und den Lake Lilla zum Dove Lake. Dort sehen wir ein Echidna und haben die Aussicht auf den Cradle Mountain. Bei dem Wombat Pool haben Scherzkekse das l wegkratzt. Dann heißt es Wombat Poo = Wombatscheiße.
Abends Wildlifebeobachtung bei einer 2,5 stündigen geführten Tour. Wir sehen Wombats, Wallabies, Opossums und Pademelons, so eine Art kleiner Kängurus mit etwas kürzeren Sprungbeinen. Übernachten am Parkplatz. Nicht ganz legal, der wir wollen im Dunkeln nicht fahren, zu viel nachtaktives Wild unterwegs.


 Echidna bohrt nach Ameisen






 Wombat
 Possum
 Pademelon, relativ selten


Wallaby

29.01.
Vormittag nach Launceston. In der Brauerei Broag nehmen wir ein Testgedeck. Danach in die Gorge und weiter Richtung Cradle Mountain. Freecamp auf einer Wiese in einem Ort am Weg. Udo bekommt sein Untersuchungsergebnis: Melanom in Situ. Jetzt müssen wir einen Termin bei einem Chirurgen organisieren, der das ganze etwas großflächiger ausschneidet.

 Sonnenaufgang in der Bay of Fires


 Strahan, die Gorge





28.01.
Wir fahren zum Mount William Nationalpark an der Ostküste, Walk auf den höchsten Berg (naja - 216 Meter - 1,5 Stunden).
Weiterfahrt zur Bay of Fires, so genannt wegen der von einer Alge rotgefärbten Felsen.  Freecamp am Strand zwischen Binalong Bay und The Gardens.

 Aussicht vom Mt William
 Bay of Fires




27.01.
Einkaufen, weil alles Obst und Gemüse von der Quarantäne „vernichtet“ wurde. Leider kein Aldi auf Tassie.
Wir besuchen ein Platypus Haus. Am Abend Freecamping am Paper Beach. Es ist so kalt und windig, dass wir zum ersten mal in Australien zum Abendessen im Bus bleiben.

26.01.
Fährtag nach Tasmanien: Wir fahren spät los, Autowaschen, vor der Fähre Fish & Chips, abends aufs Schiff.

Warteschlange vor der Fähre

25.01.
Heißer Tag, über 40°, heißer Wind. Wir bleiben auf dem Campingplatz und machen nixx.

24.01.
Noch mal Melbourne: Die international beachtete Escher Ausstellung im NGV.  Danach das andere NGV Museum mit der Ian Potter Ausstellung- Aboriginal- und zeitgenössische Kunst. Danach noch mal die St. Pauls Cathedral - diesmal mit Photolizenz - wir bezahlen mit Karte. Wieder Pizza, die war so überzeugend.

 Früh am Camp
 Die von Nendo gestaltete Escher Ausstellung










Kathedrale mit Spendenautomat
Designer Flagstore im Kapitelsaal der Kirche

23.01.
Petra macht Shopping in Melbourne und Udo fährt mal wieder in die Werkstatt. Danach lässt sich Udo in einer Hautkrebsklinik einen verdächtigen Fleck  rausschneiden zur Untersuchung. Wir treffen uns zum Sterne-Fastfood bei dem Chinesen (Hawker Chan) Wer dem einen Stern verpasst hat bleibt uns ein Rätsel. Udo holt das Auto ab und abends treffen wir uns auf dem Campingplatz wieder. Beim Iveco hatten sie festgestellt, dass beim Aufarbeiten des Austauschgetriebes die Dichtungen beschädigt wurden. Da es die als Ersatzteil alleine nicht gibt, haben sie von dem ausgebauten die Teile abmontiert und ausgewechselt. Sie haben noch 2 kleine Lecks gefunden, Ölrücklauf vom Turbolader und den Drucktank für das Kühlwasser. Da kommt so wenig raus, dass wir uns für nach Tasmanien neu verabredet haben.



22.01.
Auf dem Rückweg nach Melbourne besuchen wir eine Schokoladen- und Eisfabrik. Dann Aldi zum Vorräte aufstocken und alter Campingplatz. Wieder mal entdecken wir Incontinenz beim Iveco.

21.01.
Wir fahren ein paar Allradpisten um Craig´s Hut. Ganz oben, wo nur die Harten hinkommen hätten wir einen Campingplatz nur für uns allein. Leider hatten da auch die Bremsen uns nur für sich allein und wir wurden so umschwärmt, dass wir die Flucht ergriffen. Wir fahren durch ein Skigebiet und übernachteten unten im Tal an einem Bach.

Craig´s Hütte


20.01.
Nach einem Tipp unseres LKW-Fahrers fahren wir in die Berge im Nordosten um Mansfield. Wir besuchen eine Käsefabrik und nehmen eine Probeplatte für zwei mit Früchten und Gemüse aus der Region. Anschließend Free Camping an einem Forellenbach. Wir lernen einen OKA Fahrer kennen. Die Marke kannten wir nicht. Der Fahrer war um die 70 und schon seit 25 Jahren unterwegs. Als Engländer braucht man anscheinend kein Visum für Australien. Er hat uns von der Solotravelers-Szene erzählt, wo sich Alleinreisende in regelmäßigen Abständen irgendwo in Australien treffen und ein paar gesellige Tage zusammen verbringen.

Ned Kellly´s Rüstung
19.10.
Melbourne Tag mit Galerien, Museum, St Pauls Cathedral und Federation Square, wo vor dem Museum eine riesige Publik Viewing-Fläche für Tennis aufgebaut ist mit Liegestühlen und Sitzsäcken. Vor dem Heimfahren mit dem Bus superleckere Pizza im Bahnhof. Die hatte im Vorbeigehen so toll ausgeschaut, dass wir nicht widerstehen konnten.






18.01.
Wir machen unseren ersten Melbournetag. Victoria Market und State Library sind die Höhepunkte. Kurz vor Feierabend ist unser Auto tatsächlich fertig und wir fahren raus nach einem nordöstlichen Stadtteil auf einem Campingplatz Richtung Heidelberg. 

Die State Library

Denkmal des ersten Smart Phone Benutzers

17.01.
Wir fahren erst mal zur Iveco Werkstatt um zu sehen, ob unser Austauschgetriebe eingetroffen ist. Statt wie angekündigt aus Melbourne kam es dann doch aus Sydney und wir haben bis zum frühen Nachmittag gewartet, bis es wirklich da war. Der Iveco musste über Nacht in der Werkstatt bleiben und ein freundlicher LKW Fahrer (der einzige, der uns jemals erzählt hat, dass er gerne Iveco fährt) nimmt uns mit bis zu unserem Hotel. Wir erkunden noch den Weg bis zur Bahnstation und lassen uns dann mal wieder die Haare schneiden. Das Abendessen nehmen wir in einem etwas klebrigen Middle East Restaurant. Das Stadtviertel ist indisch bis arabisch.

16.01.
Wir fahren Richtung Melbourne und nehmen den Abstecher nach Phillips Island. Am Nobbies Point machen wir einen Pinguinwalk und fahren danach noch zu einem riesigen Pinguinzentrum, das sich gerade im Umbau befindet. Da gibt es eine riesige Galerie von der aus 1000 Leute den kleinen blauen Pinguinen beim Anlanden zuschauen können. Für einen Aufpreis kann man auch von einem unterirdischen Beobachtungsstand aus zugucken. Da wir die blauen Pinguine schon in Neuseeland abgehakt haben geben wir dafür kein Geld mehr aus. Abends fahren wir weiter Richtung Melbourne und nehmen den letzten fast kostenlosen Campingplatz vor Melbourne. Der Platz wimmelte von Möven, die auf Abfälle der Angler warteten und auch ein paar Pelikane haben sich auf den Laternen niedergelassen. 

wieder mal das kleine Blaue - wo bleibt das Futter?





Pelikane in der Abendsonne

15.01.
Besuch von der Feuerwehr: Wegen der Trockenheit und Hitze ist die Waldbrandgefahr so hoch, dass sogar die Benutzung von Gaskochern im Freien untersagt ist. Sie haben uns erklärt, dass ein Funke reicht und der ganze Uferstreifen explodiert. Beim Weiterfahren machen wir noch einen kurzen Abstecher zu einem Schiffswrack am Strand. Das ist aber schon so weit weggerostet, dass eigentlich tausende herumliegende Sepiaskelette das Bemerkenswertere sind. Weiter geht es nach Tidal River auf der Promontory Island (Halbinsel). Wir besuchen dort den Squeaky Beach. Er hat seinen Namen daher, dass beim Herübergehen der Sand sehr stark quietscht. Er wird von eindrucksvollen Felsbrocken eingerahmt und es gibt eine Menge Boogie Surfer. Die haben kurze Bretter, wo man sich nur mit dem Bauch drauflegt und sich dann mit der Welle mitreißen lässt. Übernachtung für 15$ auf einem bewaldeten Camp mit Strandanschluss.




 Squeaky Bay auf der Wilson Promontory (=Halbinsel)



14.01.
Wir fahren von Lakes Entrance nach Paynesville. Dort kann man mit einer kurzen Fähre kostenlos auf Raymond Island übersetzen. Dort gibt es einen Koalawalk, der an den von den Koalas am meisten angenommenen Eukalyptusbäumen entlangführt. Wir haben circa 10 in den Bäumen gesichtet. Irgendwie gucken die immer ein bisschen wie Urban Priol. Sie schlafen sehr viel und hängen lässig, leicht schräg auf den Ästen. Da müssen sie sich dann beim Abkacken nicht extra bewegen. Danach fahren wir weiter auf der Straße entlang des 90 Mile Beach und beziehen ein FreeCamp hinter der ersten Düne. Von vergangenen Buschfeuern ist hier so viel Kohle im Sand verborgen, dass man nach einem kurzen Spaziergang schwarze Füße hat.

Lakes Entrance 





hier gibt es keine weißen Schwäne