Sonntag, 19. Juli 2015

Niagara bis Ottawa

18.07.2015

Wir fuhren ins Zentrum und stellten den Iveco auf einen Parkplatz, der am Wogende nichts kostet. Wir gingen zum Parlament und weiter in den Byward Market. Gegen Abend gingen wir in der Nähe unseres Stellplatzes in eine Brauereikneipe, danach eine Zigarre in der Fußgängerzone - hier darf man nicht mal mehr im Freigelände der Gaststätten rauchen. Abends Backstube zu Hause: Petra buk wieder mal ein Sauerteigbrot.

 Der Rideau Kanal wurde für den Krieg mit den USA gebaut
und musste nie militärisch genutzt werden

 Oskar Peterson stammt aus Ottawa
 Parlament
Kugelbahn auf kanadisch


17.07.2015

Wir fuhren weiter nach Ottawa. Outlet für Petra, und Udo baute derweil mal probehalber die Trennwand im Iveco ein. Macht Spaß, wieder einen Akkubohrer zu besitzen. Übernachtung in einer Sackstraße zwischen einem großen Autohaus und Canadian Tire. Regen bis fast zum nächsten Morgen, aber nicht mehr kalt.


16.07.2015

Wir fuhren weiter und suchten uns einen Campingplatz am See, um einen Gammeltag einzulegen und mal wieder am Lagerfeuer zu sitzen. Nachts blies der Wind eiskalt vom See, von dem man gar nichts sehen konnte, weil er weit hinter den Bäumen versteckt war.
Da kann man wieder Heimweh in den Nordwesten, hauptsächlich Yukon und BC bekommen.


15.07.2015

Wieder Downtown. Spaziergang an der Harbourfront. Schöne Boote, Kunst und Lifeveranstaltungen. Danach zum Theater, Tickets für Kinky Boots am Abend gekauft. Zurück zur Art Gallery mit tollem Museumsshop. Im Auto zu Abend gegessen und abends zum Musical mit der Straßenbahn. Witzigerweise spielt das in Northampton, einem ehemaligen Zentrum der englischen Schuhindustrie, wo Petra ein Jahr mit ihrer Familie gewohnt hatte. Leider saßen wir da zweieinhalb Stunden vor der Klimaanlage und Udo hatte endlich auch die Erkältung, an der Petra schon seit Tagen laborierte.

 Ein Muss für Schuhfotografen



Petra und Udo in einer Installation



14.07.2105

Vormittags mit der Straßenbahn downtown. CN Tower nur von unten, Hockey Hall of Fame, Steam Whistle Brauerreibesichtigung. Die brauen ein Bier Pilsner Art nach dem deutschen Reinheitsgebot und haben sogar einen Braumeister aus Pilsen. Auf dem Heimweg nahmen wir eine kürzere Bahnstrecke mit größeren Komplikationen. An unserer Haltestelle konnten wir nicht aussteigen. Petra hatte noch den Zugführer gefragt und der hatte erklärt, man kann nur bei den letzten 5 Wagen aussteigen kann bei unserer Station. Also zum viertletzten Wagen hintergerannt. Überraschung an der nächsten Haltestelle: Wir kamen nach dem Bahnsteig zu stehen. Also im Zug hintergesaust, wo der Schaffner gerade die Türen geschlossen hat und uns erklärte, Aussteigen ginge jetzt nicht mehr. Ehe Minute durften wir noch unseren Bahnsteig bewundern, bevor es weiterging. Bei der nächsten Station mussten wir mit dem Airport Expresstrain zurückfahren, der eigentlich 15 kan$ extra kostet (haben wir nicht bezahlt, verstockt) und kamen „leicht“ verspätet ebenso „leicht“ genervt beim Iveco an. Ticketautomat defekt, also Geld gespart.

 CN Tower als Wolkenkratzer...
und als Reflexion


 Masken verschiedener Torhüter







13.07.2015

Am nächsten Morgen fuhren wir zum Walmart und Udo überbrückte den Druckschalter der Trinkwasserpumpe. Das wollen wir bis zu Hause so lassen. Danach kauften wir uns eine neue Akkubohrmaschine, die hier deutlich billiger als in Deutschland ist. Unsere gestohlene hatte 160€ gekostet, hier kostet fast die gleiche Hitachi 100$. Damit sind wir für die Installation der Trennwand für die Rückverschiffung selbständig.
Danach erst der Niagara NP in USA mit Spaziergang bei Strahlewetter und Dusche unter dem Wasserfall, danach noch rüber nach Kanada und die Fälle von der anderen Seite angesehen. Wieder ein längerer Spaziergang bis ganz vor zum Horseshoe Fall. Am frühen Abend noch bis Toronto, wo sich ein Polizeiauto hinter uns hängte und uns nach ca 1-2 km zum Stoppen aufforderte.
Der Polizist kam nach vorne, während ihm sein Kollege vom Auto aus Rückendeckung gab. Er sagte, dass alles was er tut und sagt aufgezeichnet wird als Beweis und wir wüssten sicher, warum wir gestoppt wurden. Wir wussten Nichts. Er erklärte, wir fahren ohne Nummernschild. Udo sagte, vor zwei Stunden an der Grenze war es noch da. Ortstermin am Wagenheck: Nummernschild war dran. Er erklärte Udo, das gilt nicht, wir müssten eines aus Ontario haben. Wir erklärten ihm, das könne nicht sein. Dann verlangte er der Reihe nach Zulassung, Versicherungsnachweis, Pass und Führerschein. damit verzog er damit für die nächsten 20 Minuten in sein Dienstfahrzeug zum Prüfen und Funken. Dann kam er wieder und sagte, die Versicherung hätte nur eine Mailadresse und keine Telefonnummer. Also kann er niemenden erreichen zum Überprüfen und das würde jetzt länger dauern, bis er das mit seiner Zentrale abklären kann und er verzog sich wieder in sein Fahrzeug. Udo machte die Mail mit dem Versicherungsvertrag auf und brachte es zu Polizeifahrzeug. Da stand drin, dass es für Kanada gültig ist und eine Telefonnummer in den USA dazu. Das nahmen sie zu Kenntnis und funkten noch eine Viertelstunde weiter. Danach kam er zu Iveco vor und gab uns der Reihe nach alle Unterlagen zurück. Er hätte so ein Nummernschild noch nie gesehen und wäre eigentlich der Meinung, dass jeder, der nach Kanada kommt ein kanadisches Nummernschild braucht. Mit dem Kanadastempel im Pass war er auch nicht zufrieden, weil der nicht vom heutigen Tag war. Udo erklärte ihm, dass die Zöllnerin gesagt hat, der alte Stempel von Vancouver wäre noch gültig und wir brauchen keinen neuen. Naja: während der ganzen Zeit standen wir vor einer urigen Kneipe mit dem Namen The Communist´s Daughter und wir wäre eigentlich lieber da drin gewesen. Beim Weiterfahren entdeckte Petra gleich nebenan einen halbieren Parkplatz. Wir fuhren hin und Petra fand heraus, dass das Parken hier auf zwei Portionen für früh und nachts 24 Stunden geht und es billiger als ein Campingplatz war. Also wurde das unser Quartier und wir besuchten die Tochter des Kommunisten. Wir erfuhren, dass diese Gegend Little Portugal heißt und das war mal eine original portugiesische Arbeiterbar. Als Erinnerung daran gibt es kalte Platten mit Wurst, Oliven, Käse, Bohnen usw. Die Tische und Stühle sind ein wildes Sammelsurium, recht eigenwillig. Es gab kein WiFi und Montag war „Vinyltag“, dh die Gäste brachten ihre Lieblingsscheiben mit. Nach jeder LP wurde abgestimmt, ob die Scheibe umgedreht wird oder die Mysteryscheibe drankommt, dh die unbekannte nächste Scheibe. Wir verbrachten einen unterhaltsamen Abend.

Die USA - Seite:



Die Kanada-Seite:







12.07.2915

Nachdem Petra am Vorabend noch mit Antibiotikum zugeschlagen hat und wir die Hitzeauswirkungen mit Wadenwickeln bekämpft haben, fühlte sie sich heute fit genug, die Einladung zum Barbecue anzunehmen. Diese Erkältung und meine Migräne von Chicago waren übrigens die ersten Krankheiten auf der Reise. Wahrscheinlich stellt sich der Körper schon auf zu Hause um. Passend zu unseren Unpässlichkeiten fiel dann früh beim Zähneputzen die Trinkwasserpumpe wieder mal aus.

Duschen, Waschmaschine und Trockner und erst mal ab nach Buffalo, wo wir nach Aldi und Walmart gleich bei Arielle einliefen. Da waren der Bruder, der Cousin, ein Onkel aus Amerika und einer aus Israel zu Besuch und ihr Vater stellte seine Koch- und Grillkünste unter Beweis. Er zeigte uns eindrucksvolle Fotobücher von Israel und von einer Deutschlandreise. Später kam noch eine pakistanische Freundin aus der Nachbarschaft zu Besuch. Wir erfuhren , dass wir die Rolling Stones um einen Tag verpasst hatten. Die Nacht verbrachten wir gleich vor dem Haus auf der Straße.

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